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Erich Zib‘s Wienerliedkonzert

im Pensionistenwohnhaus Schmelz
     
Erich Zib, Heurigenmusiker, Produzent und Moderator der Wienerlied-Radiosendung "Ein Gruß aus Wien", gab am Nachtmittag des 12. Jänner 2005 im Penisonistenheim "Haus Schmelz" ein Wienerliedkonzert. Ist es Ihnen schon oft so ergangen, daß sie zwar ein Lied kennen, es immer wieder hören und auch oft mitsingen, aber


Erich Zib Foto: daswienerlied.at
partout nicht wissen, wer der Dichter oder der Komponist ist? Erich Zib, der auch geschichtlich im Wienerlied-Genre zu Hause ist, hatte die faszinierende Idee, nicht nur zu singen und zu spielen, sondern er bietet auch eine kleine Zeitgeschichte des Wienerliedes. Und diese Mischung aus Historie und Vortrag der Lieder machte diesen Nachmittag nicht nur zur einer Unterhaltung sondern wir profitierten auch von seinem enormen Wissen längst vergessener großer Namen ehemaliger Künstler. Als Beispiel sei Carl Lorens (1851 - 1909) genannt, ein Volkssänger, Schriftsteller und Komponist, der an die 2000 Lieder schieb. Er war ohne Übertreibung ein Klassiker des "Brettls" und seine bekannten Weisen wie etwa "Solang der alte Steffel am Stephansplatz noch steht", "Da fahr´n ma halt nach Nußdorf raus!", "D`Mutterliab" haben sich bis heute als populäre Lieder erhalten. Das Lied "Jetzt trink ma no a Flascherl Wein", auch von Erich Zib vorgetragen, wurde etwa 1880 geschrieben. Oder Johann Sioly (1843 1911), ein Klavierspieler und Liedertexter, war der zweite Lebensgefährte von der legendären Antonie Mansfeld. "So a Kongoneger hat´s halt guat", war ebenfalls zu hören. Weiters schrieb er zu den Texten von Manussi, Hrdliczka, Klinka, Unger, Lutz Hradetzky und Hirsch.Ganz besonders sei die Vertonung der gemütstiefen bis humorvollen Dichtungen Wiesbergs hervorgehoben: "Das hat ka Goethe g´schrieb´n", "Der alte Drahrer", "O du Veronika!", und "A g´spaßig´s G´fühl".

So wandert Erich Zib durch das 19. und 20. Jahrhundert – das Publikum des folgt interessiert seinem Vortrag und stimmt bei all den bekannten Liedern fröhlich ein. Sogar die Menschen, die in der Pflegestation liegen, haben nach langer Zeit wieder einmal für den einen Nachmittag die Betten verlassen, um Erich Zib´s Vortrag zu hören.
   



Fröhliche Stimmung mit Erich Zib und dem Wienerlied Foto: daswienerlied.at
Man merkt, daß hier nicht ein Nachmittag "heruntergespielt" wird, sondern er geht mit Herz und Seele auf die Menschen zu und zum Schluß, als seine Vorstellung schon längst zu Ende war, wanderte er von Tisch zu Tisch mit seiner Knopfharmonika und die Gäste dürfen sich zusätzlich noch Lieder wünschen. Denn wie er sagte: "So, ich habe meine Gage schon bezahlt bekommen, Sie aber meine Damen und Herren dürfen jetzt anschaffen, das kost Sie keinen Kreuzer".

Erich Zib hat sich in die Herzen auch jener Generation gesungen, die eine der schwersten Zeiten Österreichs mitgemacht hat und Österreich wieder aufbaute, nachdem es in Schutt und Asche lag.

Erich Zib´s Nachmittagsvorstellung war ein gelungenes und erfolgreiches Konzert. Wir danken der Leitung des Pensionistenheimes, daß man mit derartigen Veranstaltungen nicht nur den Bewohnern Abwechslung bietet, sonden damit auch aktiv zur Erhaltung des Kulturgutes "Wienerlied" beiträgt. (cm)
     
Kuratorium der Wiener Pensionistenheime
"Haus Schmelz"
Ibsenstraße 1
1150 Wien
Telefon: 982 12 66
Telefax: 982 12 66 - 27
Email : Haus.Schmelz@kwp.at

(Ecke Schanzstraße/Ibsenstraße, der Zugang erfolgt über die Behselgasse. Die Zufahrt zum Parkplatz bzw. Wirtschaftshof erfolgt über die Schanzstraße. Zu erreichen mit den Straßenbahnlinien 10, der Autobuslinie 12A sowie der U3)
     
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erstellt am 17. 01. 05 © http://www.daswienerlied.at