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| A wenger´l a Musi Das "Wohnzimmer" der Wienerliedfreunde in Neustift heißt Lipa. Dort nämlich, wo wirklich regelmäßig Wienerlied vom Feinsten auf dem Programm steht. Der Abend des 25. April 2005 war aber deshalb ein besonderer, hatten doch Christl Prager, Walter Hojsa und Kurt Schaffer ihr Kommen zugesagt, um ihr Publikum unter dem Motto "A wenger´l a Musi" zu erfreuen. |
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Christl Prager mit Kurt Schaffer (li) und Walter Hojsa (re) Foto: daswienerlied.at |
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| Wie es sich für einen Abend gehört, waren alle verfügbaren Plätze bereits
Tage vorher reserviert worden. Sogar eine "Wienerlied-Delegation" aus dem bayerischen Neuötting
war angereist, um die Christl Prager mit den beiden großen Musikern einmal hautnah zu erleben. So, wie Walter Hojsa mit seinen mehr als 80 Jahren "unterwegs" ist, möchte so mancher gerne mit 60 sein. Er ist Beispiel für Lebensfreude und Humor. (Nebenbei sei bemerkt, daß einige ältere Semester besonders dann den Kopf schüttelten, wenn er mit der schweren Harmonika aufstand "wie ein Junger"). Was seinen Humor anbelangt, kennt "man" ihn (ich leider nicht) seit Jahrzehnten als Original in der Wiener Heurigenszene. Als "Co" der legedären "Original Spitzbuben" schuf er sich ein Denkmal (das will er, bescheiden, wie er ist, sicher nicht hören). Später trug er seine "120 Bässe" regelmäßig zu den "Altspatzen", was das Publikum ebenso bedankte, wie seine regelmäßigen Auftritte mit seinem langjährigen Freund, Kurt Schaffer. Auch aus Kurt Schaffers Feder stammen viele bekannte Wienerlieder, seit seinem 10. Lebensjahr sammelt er für sein immenses Repertoire, doch auch als "Witzekönig" ist er bekannt. Man wundert sich, daß die Witze, die er zum Besten gibt, bisher kaum erzählt wurden: "Wie machen die das?", hört man fragen, wenn das Gelächter ein wenig nachläßt. Und schon ein paar Sekunden später stimmen Hojsa und Schaffer alte Wienerlieder an bringen mit "der Prager" einen Heurigen voller Gutgelaunter zum Schweigen und Zuhören. Seit mehr als 15 Jahren zieht es Heinrich Götz sen. nach Wien, um "sein" Wienerlied zu hören und sozusagen an der Quelle neue Anregungen für sich und seine Musikerkollegen zu holen. Götz ist seit seiner Jugend begeisterter Musiker und hat, als er noch voll im Berufsleben stand, als Wirt des Inntaler-Hofes im bayerischen Neuötting seine Gäste mit Tanz- und Unterhaltungsmusik erfreut. Als er sich aus dem Geschäftsalltag zurückzog, konnte er sich seinem Hobby, der Wienermusik, erst so richtig widmen. Gemeinsam mit dem Kontragitarristen Richard Dremmel und dem Geiger Hermann Obele gründete er Götz spielt Akkordeon ein eigenes Schrammel-Trio. Ab und zu werden die drei von Joe Lechner unterstützt, einem gebürtigen Linzer. Einmal im Monat, jeweils am letzten Freitag, gibt es seither ein Musikantentreffen mit Schwerpunkt Wienerlied. Und es gibt sogar eine eigene Wienerlied-CD, made in Neuötting. Das beste hebt man sich immer für den Schluß auf, sagt man: Christl Prager, nicht nur von ihren eingefleischten Fans als "Königin des Wienerliedes" genannt, bezaubert mit ihrer dunklen Altstimme ("Die Maly Nagl" ist ihr großes Vorbild) immer wieder das Publikum. Ihr großes Repertoire reicht von den Wienerliedern aus der "Untersten Lad" bis zu den heutigen. 1977 gewann sie bei einem Wienerlied-Nachwuchssänger-Wettbewerb (Prof.Karl Grell) im Schwechater-Hof den ersten Platz mit dem Lied "Jede Not'n von an Weanerliad" und von da an ging es steil bergauf. Rundfunk- und Fernsehauftritte folgten, sie wurde zu allen Veranstaltungen eingeladen, mit Engagements rund um den Erdball trug sie das Wienerlied hinaus in die Welt. Christl Prager liebt aber auch die gesanglichen Abstecher zu Evergreens, Blues usw., die sie bravourös und mit spürbarer Freude darbietet. So ist "New York" ein Spitzenreiter. Wenn die ersten Takte dieses Liedes erklingen, klatscht das Publikum schon in Vorfreude und Begeisterung ein. An diesem Abend hat Christl Prager trotz starker Verkühlung, die sie niemanden merken ließ (!) nicht nur stimmlich begeistert. Vielmehr zeigte sie, wie sehr ihr das Wienerlied im Blut liegt: Perfektion in Stimme und Vortrag, ohne die dem Perfektionismus sonst anhaftende Abgehobenheit eines Stars. Das Wienerlied hat in ihr eine hervorragende Interpretin! Danke dafür! |
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| Hier geht es zur Fotoseite vom 25. April 2005 >>> | ||||||
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erstellt am 28. 04. 05 © http://www.daswienerlied.at |
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