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Ende Jänner 2005 einigte sich ein kleiner Freundeskreis, einen Verein ins Leben zu rufen. „Noch ein Verein?“ Gibt es nicht ohnedies zu viele für so wenig Publikum? Muß nicht jeder, ja auch jeder einzelne Musiker und Intepret, um seine Zielgruppe, um Akzeptanz in der Öffentlichkeit kämpfen? Wird es nicht immer schwieriger, Besucher für die in den Medien kaum angekündigten Veranstaltungen zu finden?

Das –forum „daswienerlied.at“– hakt genau dort ein, unterstützt bestehende Bemühungen durch professionelle Medienarbeit und ruft zu gemeinsamen Initiativen auf. Definitives Ziel: Erhaltung und Verbreitung des wertvollen Kulturgutes „Wienerlied“. Mit vereinten Kräften soll dazu beigetragen werden, das Wienerlied neuen Hörerkreisen näherzubringen, also „den Wiener“ auf seine eigene Musik aufmerksam zu machen, geistige Barrieren zwischen den vielfältigen – im Sinne des Wortes – Spielarten des Wienerliedes zu überwinden, indem, z. B., in eigenen Veranstaltungen ein möglichst breiter musikalischer Bogen über die verschiedenen Arten des Wienerliedes gespannt werden soll. Kurz gesagt: vom Bänkellied zum Austropop.


Das Wienerlied – weltweit beworben

Bereits seit 1. September 2004 gibt es dieses Internetportal, das sich ausschließlich und konzentriert mit dem Wienerlied beschäftigt. Eine Auflistung von Wienerlied- Künstlern und -Titeln, aktuelle Hinweise zum Wienerlied im Radio, im Fernsehen und in Zeitungen werden dort ebenso veröffentlicht wie Adressen von Heurigen, Kaffeehäusern, Beisln, Gast- und Schutzhäusern, in denen man regelmäßig Wiener Musik hören kann. Ein eigener Bereich setzt sich mit der Entstehung des Wienerliedes auseinander und erzählt unter „gestern, heute und morgen“ über dessen weitere Entwicklung in den einzelnen Wiener Bezirken. Natürlich gibt es Informationen über Wienerlied-Organisationen und -Vereine, aber auch über die Wienerstadt „zum Erleben“, „zum Einkaufen“, „zum Erlesen“. Wesentlicher Bestandteil dieses Internet-Angebotes ist ein tagesaktueller Kalender, in dem Künstler und Veranstalter Wienerlied-Termine kostenlos selbst eintragen und editieren können.

Das -forum „daswienerlied.at“- geht aus einer Initiative des Magazins „Österreich Journal“ hervor, das seit vielen Jahren Landsleute im Ausland über rund 120 deutschsprachige Radio- und Zeitungsredaktionen außerhalb des deutschsprachigen Raumes (von Australien bis Usbekistan) über das Geschehen in der Heimat informiert. Und immer stärker und regelmäßig vertreten: das Wienerlied. Seit Herbst 2003 „transportiert“ das „Österreich Journal“ auch die Radio-Sendung „Ein Gruß aus Wien“ von „Radio Wienerlied“-Produzent Erich Zib in die Welt hinaus (eine Auflistung von Sendedaten und Frequenzen finden Sie unter www.heurigenmusik.at), kann natürlich auch online gehört werden: unter www.oe-journal.at (Menüpunkt „Radiobeiträge“) sind die zwei aktuellsten Sendungen in drei verschiedenen Formaten zwei Wochen lang verfügbar. Ebenso wird auch die seit Herbst 2004 von BIGGY TiVi produzierte TV-Sendung „Echt wienerisch“ beworben, die auf TW1 und KTV ausgestrahlt wird und sich, über den Satelliten „Astra“ europaweit zu sehen ist.


Das erste Lebenszeichen
In einem der ersten Planungsgespräche für die Vereinsgründung meinte der Komponist und Musiker Otto Hablit, es sollte doch „gleich etwas für die Flutopfer getan werden“. Gegenargumente wie „Es gibt doch ohnedies schon so viele Veranstaltungen!“ quittierte der Vorstand mit der einfachen Antwort „Gott sei Dank, daß es es so viel gibt!“ und hat spontan eine Reihe von Gala-Konzerten in Planung genommen.

Bekannte und ebenso beliebte Sängerinnen und Sänger, sowie Musiker aus der Wienerlied-Szene, werden mit unserer wunderschönen Wiener Musik nicht nur die Programme, sondern auch die Säle füllen mit dem gemeinsamen Ziel, das SOS-Kinderdorf zu unterstützen. Konkret wird der anstelle eines Eintrittspreises durch Spenden eingenommene Reinerlös dem SOS Kinderdorf auf Sri Lanka gewidmet, das sich auch dort der Kinder und Jugendlichen annimmt und ihnen Geborgenheit und Zukunft bietet. Einige Wiener Bezirksvorsteher haben sich spontan bereit erklärt, diese Aktivität zu unterstützen und haben, z. B., ihre „Häuser der Begegnung“ kostenlos für die Veranstaltungen überlassen, Plakate herstellen und verteilen lassen u.s.w. Auch wird es einen großen Wienerlied-Frühschoppen im Schutzhaus „Zukunft auf der Schmelz“ geben. Eine große Schlußveranstaltung ist geplant, in der der Reinerlös aus der gesamten Veranstaltungsreihe vom Vereinsvorstand gemeinsam mit dem Notar als kontoführenden Treuhänder an einen Vertreter von SOS-Kinderdorf übergeben werden wird.
   

Die Ziele des Vereines
Das –forum „daswienerlied.at“– wird sich vorrangig den folgenden Projekten widmen:
Betreiben einer Internetplattform mit historischen und zeitgenössischen Informationen mit Schwerpunkt auf aktuelle Berichterstattung, Terminveröffentlichung, Vermittlung von Engagements
Die Ausweitung der online zur Verfügung gestellten Informationen soll ermöglichen, daß praktisch alles, was mit dem Wienerlied zu tun hat, in gefälliger Form nachzulesen oder auch zu(m) (Hinein)hören ist.

Durch die Fülle des dadurch entstehenden Angebotes ist auch ausreichend Material vorhanden, um bei Tages- und Wochenzeitungen bzw. Magazinen regelmäßige Berichterstattung zu erlangen. Der wachsende Veranstaltungskalender soll auch in gedruckter Form für Hotelrezeptionen und touristische Informationsstellen zur Verfügung stehen.

Planung und Durchführung von Veranstaltungen
mit Lied-, Musik- und kabarettistischen Darbietungen
Wie eingangs angesprochen, gibt es einige, teils sehr unterschiedliche Arten der Wiener Musik bzw. des Wienerliedes. Und jede davon hat ein eigenes Publikum, das von jeweils anderen entweder nichts weiß, oder aber auch davon nichts hält, was meist daraus resultiert, daß es keine Gelegenheit gibt, ins „andere“ hineinzuhören. Eine eigens dafür geplante, regelmäßige Veranstaltung soll nun die Möglichkeit bieten, praktisch alle musikalischen Entwicklungsschritte unserer Wiener Musik „in einem Aufwaschen“ kennenzulernen und dadurch möglichst viel von einem vorerst auf einen Teilbereich fokussierten Publikum auch für die anderen Klänge zu interessieren. Weiters ist geplant, Musikinteressierte aus dem benachbarten Ausland mit speziellen Programmen zum Besuch dieser Veranstaltungen anzuregen.

Veranstaltung von Wienerlied-Soireen
Im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts war es kein Geringerer als Kronprinz Rudolph, der im kaiserlichen Jagdschloß Eckartsau die Liebe zum Wienerlied entdeckte: Der musikalische Berater des Kaiserhauses, Carl Michael Ziehrer, hatte erstmalig den Auftrag erhalten, gute Wiener Musik für die Jagdgesellschaft zu engagieren. Seine Wahl fiel auf die Brüder Schrammel, die wiederum „Wiener Originale“ mitbringen durften. Unter ihnen war der Fiaker Josef Bratfisch, „Nockerl“, wie dieser genannt wurde, war dem Kronprinzen aufgefallen, weil er recht unbefangen mit der kaiserlichen Hoheit umging. Bratfisch, selbst begeisterter Wienerlied-Sänger, wurde zum Leibfiaker und das Wienerlied hatte Zugang zu allerhöchsten Kreisen gefunden. Über die Jahrzehnte wurden diese Soireen in den Adelshäusern immer seltener, verloren sich schließlich.
Das –forum „daswienerlied.at“– will sukzessive versuchen, an diese Tradition anzuknüpfen und das Wienerlied wieder in die geschichtsträchtigen Räume zurückzubringen. Besondere Musik an besonderen Orten, an besonderen Abenden, für Gäste.

Das Wienerlied bei allen Wiener Veranstaltungen
Es muß möglich sein, das Wienerlied in die Fülle der Wiener (Groß-)Veranstaltungen einzureihen. Das Wienerlied muß beim Donauinselfest ebenso vertreten sein wie z. B. beim Osterfest in Schloß Neugebäude oder bei den Wiener Bezirksfestwochen.
     
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erstellt am 24. 02. 05 © http://www.daswienerlied.at