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Wienerlieder für Kinder auf Sri Lanka

250 Freundinnen und Freunde des Wienerliedes hatten sich auf Einladung vom –forum "daswienerlied.at"– im Haus der Begegnung Floridsdorf eingefunden – trotz des ersten, richtigen Frühlingstages. Über 1700 Euro hat das Publikum diesmal gespendet! Von Yvonne Rutka.
     

Nach dem Schlußlied (v.l.n.r.): Horst Chmela junior, Peter Jägersberger, H.P.Ö. Leopold Heider, Hedy Slunecko-Kaderka, Yvonne Rutka, Otto Hablit, Hans Ecker, Josef Sitka, Horst Chmela senior und Rudorf Schaup

     
Am 3. April lud das –forum „daswienerlied.at“– zur dritten Benefizveranstaltung „Ehrensache!!! … wir helfen“, bei der wieder zahlreiche Wienerliedmusiker ohne Honorar zugunsten des SOS-Kinderdorfes in Sri Lanka auftraten. Auch im Namen unseres Publikums bedanken wir uns noch einmal bei:

Horst Chmela


Foto: daswienerlied.at

ist im Waldviertel aufgewachsen und lebt seit seinen Jugendjahren in Wien. Neben seinem Beruf als Schuhmacher hat er dann in einer Band gespielt, um später Berufsmusiker zu werden. Ein Gasthausheuriger bringt ihm nur Frust ein, den er sich mit „Einer hat immer das Bummerl“ von der Seele schreibt und singt, das auf der ganzen Welt in vielen Sprachen bekannt ist. Horst Chmela hat über 350 Lieder komponiert.

http://www.chmela.at
 
Hans Ecker Trio


Foto: Hans Ecker Trio

Musik, Überschmäh, Flotte Sprüche, heiße Rhythmen, gute Laune. Hans Ecker spielt Gitarre und Bluesharp, führt durch das Programm; Rudi Bichler, Arrangeur und Profi auf Midi-Harmonika und Keyboard, ist für den musikalischen Charakter und tech-
nischen Teil verantwortlich; Peter Jägersberger aus Puchberg am Schneeberg studierte Gitarre und Posaune, daneben spielt er Baß. Sein eigenwilliges Outfit hat ihm den Titel „Musik-Chamäleon“ eingebracht.
 
3 Freunder´l


Foto: Heinz Effenberg

präsentieren einen Mix aus traditionellem Wiener Lied bis hin zum Evergreen. Die drei Vollblutmusiker sind in der Szene keine Unbekannten und ihre Auftritte, nicht nur im
Wiener Raum, sind bei Anlässen jeder Art sehr gefragt: Herbert Bäuml – Akkordeon, Gesang; Rudolf Schaupp – Kontrabass, Gesang; Josef Sitka – Gitarre, Gesang
 
Otto Hablit


Foto: daswienerlied.at

Der Komponist, Autor und Sänger hat schon in der Kindheit das Klavierspiel erlernt. Seit 1979 ist er selbständiger Musiker mit vielen Auftritten im In- und im Ausland (Spanien, Gran Canaria, Italien). Otto Hablit ist in verschiedenen Formationen zu
finden: solo als „Otto live“, im Duo, Trio oder Quartett. Otto Hablit tritt als Entertainer, Band-
leader und Alleinunterhalter auf.

                                http://www.show1.at
 
Sabine Mach


Foto: daswienerlied.at

hatte bereits als 12jährige ihre ersten Auftritte. Neben dem Lehramtsstudium nahm sie Gesangsunterricht und studierte ein paar Semester Kirchenmusik. Bühnenerfahrung als Sängerin sammelte sie bei zahlreichen Auftritten, bis sie – als sie in einem Wiener Heurigen beschäftigt war – ihre Liebe zum Wienerlied entdeckte. Sie ist, zum Beispiel, im legendären „Schmid Hansl“ zu hören.
 
Roland J. L. Neuwirth


Foto: Wr. Volksliedwerk
trat 1964 erstmals mit einer E-Gitarre auf, Kontrabaß spielt der damalige Autodidakt in Swing- und Dixiebands; dann studiert er an Musikhochschule in Wien, aus dieser Zeit stammen seine ersten Wienerlieder. 1974 gründet er die „Neuwirth Schrammeln“, 1995 die „Herz-Ton-Schrammeln“ (Musiker der „Extremschrammeln mit klassischer Schrammelmusik). Er hat mehrere Schallplatten und CDs produziert und das Buch „Das Wienerlied“ geschrieben.

http://www.extremschrammeln.at
 
Eva Oskera


Foto: Heinz Effenberg

ist als Wienerliedinterpretin, vom Volkslied bis zum Chanson, über Jahrzehnte ein Fixpunkt in der Wiener Musikszene und ist „Der Spatz von Wien“. Schon mit 11 Jahren nahm sie an einem Nachwuchswettbewerb teil und gewann mit „Ave Maria“ von Bach-Gounod und dem „Erzherzog-Johann-Jodler“ den 1.Preis. Diese Vielseitigkeit hat sie sich bis heute erhalten.
 
Christl Prager


Foto: daswienerlied.at

Als 14jährige nahm sie an einem Schlagerwettbewerb teil und ersang sich dort den 2. Platz. 1977 war es ein Nachwuchswettbewerb der Vereinigung „Das Wiener Lied“, wo sie durch ihre dunkle Stimme auffiel und mit dem Lied „Jede Noten von an Weanerliad“ den 1.Platz errang. Sie wird als Nachfolgerin der „Nagl Maly“ bezeichnet, die ihr Vorbild war. Bis heute ist sie eine Verfechterin des Wienerliedes, vom „alten aus der untersten Lad“ bis bis zum heutigen.
 
Duo Schlader-Oslansky


Foto: Heinz Effenberg

Fritz Oslansky wurde in Wien geboren, beginnt als 20jähriger mit den verschiedenen Partnern zu spielen. 1982 beginnt eine tiefe Freundschaft mit Hannes Schlader, Gründer der „Original Bambis“, später „Hannes und die Bambis“, der heuer sein 50-jähriges Bühnenjubiläum feiert. Im Jahr 2000 zur gründeten die beiden das Duo.


Bereits um 14 Uhr drängten sich die Gäste in den Saal des Hauses der Begegnung in Floridsdorf. Nach dem Eröffnungslied von Roland J. L. Neuwirth und Otto Hablit und einer kurzen Begrüßung seitens des Moderators „H.P.Ö“ Heider Poldi Österreich, berichtete HR Reinhard Fous, ranghöchster Wiener Polizeiarzt, von seinem Einsatz in Sri Lanka im Auftrag des Innenministeriums. Seine Erzählungen war übrigens im Jänner „Auslöser“ für die vier Benefizveranstaltungen für das SOS-Kinderdorf.

Den ersten Musikblock gestaltete das Duo Schlader-Oslansky, das nicht nur selbst Lieder zum Besten gaben, sondern auch eine der jüngsten Nachwuchswienerliedsängerin, Sabine Mach, begleitete. Der folgte dann die bekannte Wienerliedsängerin und Schwester von H.P.Ö und Prof. Walter Heider, Christl Prager. H.P.Ö moderierte nicht einfach so; er erzählte auch Witze und trug Mundartgedichte aus seinen Büchern vor. Als Kontrapunkt zum „alten“ Wienerliedteil des Konzertes trat dann Roland J. L. Neuwirth mit seiner Kontragitarre auf. Begleitet wurde er von dem Knopfharmonikaspieler Gigi Skokan und der Sängerin Doris Windhager.

Nach einer kurzen Pause, in der noch einmal kräftig um Spenden für das SOS-Kinderdorf auf Sri Lanka geworben wurde, machte das Duo Schlader-Oslansky den Anfang und begleitete diesmal Eva Oskera. Jetzt standen nicht nur Wienerlieder, sondern auch Evergreens auf dem Programm. Das begeisterte Publikum wurde nach diesem Teil von dem Trio „Die drei Freunderln“ unterhalten. Herbert Bäuml mit seinem Akkordeon, Rudolf Schaupp mit dem Kontrabaß und Josef Sitka an der Gitarre präsentierten einen Mix aus traditionellen Wienerliedern und Evergreens. Nach einem kurzen Soundcheck wurde es für das eher ältere Publikum „rockig und popig“: Das Hans-Ecker-Trio brachte mit ihren Verstärkern etwas andere Stimmung in die zuvor eher ruhig gehaltenen Wienerliedbeiträge. Doch das tat dem ganzen keinen Abbruch. Das Publikum klatschte begeistert mit, als Hans Ecker, als Sänger, durch das Programm führte und von Rudi Bichler mit Akkordeon und Keyboard und von Peter Jägersberger an der E-Gitarre begleitet wurde. Letzterer holte sogar noch seine bunt gefärbte Baßtuba hervor und gab einem Wienerlied ein wenig „Zillertaler Flair“.

Den krönenden Abschluß bildete wieder einmal Horst Chmela, der als Überraschung seinen Sohn Horst junior mitbrachte und im Duett sang.

Mit dem Lied „Die Weltpartie“ kamen alle mitwirkenden Musiker auf die Bühne. Nach Bekanntgabe des Spendenendberichtes von etwa 1700 Euro wurde noch H.P.Ö mit einem Ständchen zu dessen 60. Geburtstag gratuliert.

Mit dem „Bummerl“ bedankte man sich bei Gästen und Musikern. Ein netter, abwechslungsreicher und interessanter Wienerliednachmittag fand somit sein Ende.
     
Der Eintritt zu allen Veranstaltungen war gegen eine entsprechende Spende kostenlos. Die erbrachte Summe wurde von einem Notar auf ein Treuhandkonto übernommen, der Reinerlös an das SOS-Kinderdorf überwiesen.
     
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erstellt am 08. 04. 05 © http://www.daswienerlied.at